Montag, 17 Juni 2019 11:43

WDC schadet wilden Delfinen

Quelle: http://zoos.media/medien-echo/wdc-schadet-wilden-delfinen/

Die Anti-Delfinarien-Organisation WDC brachte einen mehr als fragwürdigen Bericht zum Thema Whale Watching und Delfinarien auf den Kanaren. Dieser Artikel widerlegt die Ausführungen der NGO.

Ist es wirklich Walschutz, wenn eine offenkundig zunehmend radikale NGO namens WDC (Whale and Dolphin Conservation), die sich gerne als Tier-, Natur- und Artenschutz-Organisation ausgibt, vor allem anderen ideologiegesteuerten Hass gegen Delfinarien verbreitet,anstatt sich für das Wohlergehen von wilden Delfinen und anderen Waleneinzusetzen?Nein.

Es ist bekannt, dass die meisten Unternehmen im Bereich Whale Watching auf den Kanaren, bei denen das WDC eine Buchung statt dem Delfinarien-Besuch eine Buchung empfiehlt, die Standards unterwandern und sich nicht an die Regeln zum Schutz der Tiere halten. Eine entsprechende Prüfung der Guardia Civil auf Teneriffa verlief desaströs für die überwiegende Mehrheit der Unternehmen. Auch die zuständige Regierung will deswegen glücklicherweise etwas dagegen unternehmen. 

Erst vor kurzem musste ein Pilotwal, der von einem Boot schwer verletzt worden war, eingeschläfert werden. Vielleicht sollte sich der WDC doch mehr um die Wale kümmern, die wirklich leiden – auch unter den Whale Watching Touren des Massentourismus, den man natürlich fördert, wenn man Millionen von Delfinarienbesuchern nahelegt, doch lieber aufs Meer heraus zu fahren und dort wilde Populationen zu stören und zu gefährden.

Obwohl also bekannt ist, wie schlecht die meisten Anbieter sind, bewirbt der WDC nun diese, um undifferenziert gegen Delfinarien zu hetzen. Ob es sich dabei um eine von diesen Unternehmen gesponserte Aktion handelt, lässt sich aufgrund der Intransparenz des WDC nicht widerlegen. Die Organisation bemüht in diesem Zusammenhang längst widerlegten Populismus gegen akkreditierte und renommierte Einrichtungen. Ins Visier nimmt man dabei den Loro Parque, obwohl dieser sämtliche Standards erfüllt, und sich darüber hinaus weltweit vorbildlich für den Natur- und Artenschutz, und nicht zuletzt den Meeres- und Walschutz im Atlantik in Makaronesien, also auch um die Kanarischen Inseln, engagiert.

Die Orca-Haltung in den modernen Installationen des Loro Parque wird in demagogischer Weise denunziert, indem undifferenziert behauptet wird, dass „die“ Orcas in der Natur jeden Tag an die 100 Kilometer und mehr schwimmen. Das ist natürlich lächerlich. Denn der Loro Parque hält Orcas residenten Ökotyps, die standorttreu leben und in der Natur nur dazu gezwungen sind, große Strecken zurückzulegen, wenn nicht genügend Nahrung vor Ort verfügbar ist. Im Loro Parque aber gibt es jeden Tag genug Nahrung für jedes Tier, die darüber hinaus täglich mit großer Liebe und Respekt, und auf der Grundlage positiver Verstärkung ohne jeglichen Zwang, von ihren Pflegern beschäftigt werden.

Dann würden aufgrund von sozialen Spannungen die Tiere in separate Becken aufgeteilt, behauptet WDC. Das scheitert schon an der Mathematik – bei drei Holding Pools und sieben Tieren, ist das theoretisch schon nicht möglich. Soziale Spannungen gibt es in jeder sozialen Gruppe. So etwas ist normales Verhalten der Tiere und der Loro Parque verhindert das nicht oder antwortet darauf mit Separation – warum auch? Die Tiere leben in einer Rangordnung, die ganz natürlich auch in der stabilen Gruppe immer mal wieder in Frage gestellt wird. Das ist bei sozial lebenden Säugetieren völlig normal. 

Ebenfalls lügt der WDC über das Training und die Shows, indem behauptet wird, die Tiere würden dazu gezwungen, an den Shows mit lauter Musik teilzunehmen. Erstens ist die Musik nicht laut für die Tiere und zweitens erfolgen die Shows, wie auch das Training, auf der Grundlage positiver Verstärkung. Somit bekommen die Orcas ohnehin ihre anhand ihrer Gewichtsentwicklung und dem Nährwert des hochwertigen Futterfisches errechnete Menge an Futter jeden Tag – auch, wenn sie nicht an der Show teilnehmen. Die Show basiert auf den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere und erzeugt bei den Besuchern nach dem Prinzip des „Edutainment“, also einer Kombination von Entertainment (Unterhaltung) und Education (Bildung),Interesse an den und Begeisterung für die Orcas. Sie enthält deswegen auch edukative Bestandteile, die über Orcas, ihre Biologie und ihren notwendigen Schutz informieren. Auch deshalb wurde der Loro Parque von den Benutzern von Trip Advisor, bereits 2x, zum besten Zoo der Welt gewählt. Eine über viele Wochen durchgeführte Umfrage nach der Show ergab, dass 97% der Besucher mit der Haltung der Tiere und der edukativen Präsentation zufrieden sind. 

Anstatt sich gemeinsam mit den modernen Zoos und Delfinarien, wie dem Loro Parque und seiner Naturschutzstiftung, der Loro Parque Fundacion, für den Schutz der Wale und Delfine sowie ihrer durch Plastikmüll und persistente Giftstoffe sowie durch Überfischung und sonstige menschliche Nutzungen gefährdete Lebensräume, und deswegen auch für ein konsequent reguliertes und begrenztes Whale Watching einzusetzen, weist der WDC auf seine Zusammenarbeit mit der Dolphinaria-Free EuropeKoalition hin. Die Flyer dieser unseriösen Vereinigung von ideologisch motivierten Delfinarienhassern haben wir bereits hier widerlegt: https://www.facebook.com/notes/dolphinariatruth/dolphinaria-free-europe-refuted/1240074366072799/?__tn__=HH-R