Montag, 02 Dezember 2019 09:52

Loro Parque Fundación weiht Skulptur zur Sensibilisierung im Umgang mit Plastik ein

Quelle: EFE

Die Loro Parque Fundación hat am heutigen Donnerstag eine Skulptur aus Plastik, das an verschiedenen Orten des Archipels gesammelt wurde, vorgestellt, um das "ernsthafte Problem" von Plastik in der Umwelt zu veranschaulichen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Die von Paolo Bonao geschaffene und vom Künstler Néstor Martín-Fernández de la Torre, aus Gran Canaria, inspirierte Skulptur entspricht damit der Philosophie der Loro Parque Fundación, das Bewusstsein für den Umweltschutz zu schärfen sowie auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, den Einsatz von Kunststoffen im täglichen Leben von Bürgern und Institutionen zu reduzieren.



Die Skulptur besteht hauptsächlich aus Dosen und Plastikflaschen und -deckeln, die im Rahmen der Initiative "Bye Bye Plastic", die die Loro Parque Fundación in Zusammenarbeit mit der Universität La Laguna (ULL) intiiert hat, von Schülern aus verschiedenen Bildungseinrichtungen gesammelt wurden.

Der Präsident der Loro Parque Fundación, Christoph Kiessling, hat die 500 Teilnehmer der Veranstaltung ins Audimax der ULL eingeladen, um über einige Fakten zu sprechen, wie z.B. die minütliche Produktion von einer Million Plastikflaschen, mit denen man die ganze Insel Teneriffa umringen könnten.

Oder die Tatsache, dass es nach einem Jahr mehr als 500.000 Millionen Kunststoffflaschen gäbe, mit denen man, so fügte er hinzu, die Hälfte der Strecke, die den Planeten von der Sonne trennt, überbrücken könnte.

Christoph Kiessling beklagt, dass nur 7 Prozent des vom Menschen verwendeten Kunststoffs recycelt werden, was unter anderem bedeutet, dass die Verschmutzung durch den verbleibenden Kunststoff die marine Biodiversität und Tierarten schädigt, die seit Millionen von Jahren auf dem Planeten leben.

Plastik, das, so Kiessling weiter, nicht verschwindet, sondern "seine Form ändert" in Mikroplastik, das mit der Nahrungsaufnahme durch verschiedene Tierarten in die Nahrungskette gelangt und so die Menschen auf der ganzen Welt erreicht: "Wir essen fünf Gramm Plastik pro Woche", sagte er.

"Wir sind die einzige Spezies, die ihren eigenen Lebensraum zerstört. Im Jahr 2050 wird es in den Gewässern mehr Kunststoff als Fische geben. Wir durchleben ein sechstes Massensterben von Tierarten: Wir setzen allem ein Ende", warnte Kiessling.

Die Rektorin der Universität La Laguna, Rosa Aguilar, erklärte, dass mit "Bye Bye Plastic", einer Initiative, die, wie sie hinzugefügt hat, "intensive" Kampagnen zur Reinigung von Kunststoffen in den Ozeanen fördert, die Hochschule und die Loro Parque Fundación ein "weiteres Glied" in der Kooperations-Kette bilden.

Die ULL erfüllt mit dieser Art von Zusammenarbeit, so Aguilar, ihr Ziel, die "Entwicklung" und das "Wohlbefinden" der Gemeinschaft durch ihre "Erfahrungsbereiche" und ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu fördern.

"Das sind keine leeren Versprechungen: In unserem Regierungsplan, der bald der Öffentlichkeit vorgestellt wird, sind nicht weniger als 18 Maßnahmen enthalten, die in direktem Zusammenhang mit Nachhaltigkeit stehen", betonte die Rektorin.

Victoria Martín, Professorin der Abteilung für Botanik an der ULL, betonte die Auswirkungen menschlichen Handelns wie durch das Einführen von Kunststoffen auf die natürliche Umwelt, wofür sie die Gesamtzahl der auf den Kanarischen Inseln vorkommenden wildlebenden Tiearten sowohl an Land (15.972) und im Meer (7.007) zusammenfasste.

Die Gesamtsumme dieser Arten, so die Professorin, erreicht nicht die Gesamtzahl der 28.000 bedrohten Arten, die den gesamten Planeten bevölkern: "Es wäre, als ob alle Arten, die uns umgeben, in Gefahr wären", sagte sie.

Diese Verringerung der globalen Biodiversität, so Martín weiter, ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: die Fragmentierung der terrestrischen und marinen Lebensräume vor allem durch das Bevölkerungswachstum und die Etablierung exotischer Arten in bestimmten Lebensräumen.

An der Veranstaltung nahmen unter anderem der Vizepräsident des Cabildo de Tenerife, Enrique Arriaga, der Bürgermeister von La Laguna, Luis Yeray Gutierrez, und die Generaldirektorin für Bildungseinrichtungen, -Infrastruktur und -förderung der Regierung der Kanarischen Inseln, Maria Candelaria Gonzalez, teil.

Sie alle sind sich einig über die wichtige Rolle, die öffentliche Einrichtungen in dieser Angelegenheit spielen, sowie auch das individuelle Handeln eines jeden Bürgers und die Einbeziehung der kommenden Generationen durch eine solide und fachkundige Ausbildung in diesem Bereich.