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Zwergflusspferde

Choeropsis liberiensis 

Einführung

Das Zwergflusspferd ist ein halbaquatisches Säugetier, deutlich kleiner als sein naher Verwandter, das Nilpferd. Es lebt in den dichten Regenwäldern und Sümpfen Westafrikas – hauptsächlich in Liberia, Sierra Leone, Guinea und der Elfenbeinküste.

Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und leben meist einzeln, außer während der Paarungszeit oder wenn ein Weibchen Nachwuchs hat.

Peso

GEWICHT
180 – 275 Kilo

Alimentación

ERNÄHRUNGSTYP
Pflanzenfresser

Origen

VERBREITUNG
Westafrika

Incubación

TRAGZEIT
184 – 210 Tage

Allgemeine Merkmale des Zwergflusspferdes

Männchen und Weibchen sind nahezu gleich groß. Ihre Körperlänge beträgt 1,50 bis 1,77  m, die Schulterhöhe maximal 83 cm, und das Gewicht liegt zwischen 180 und 275 kg. Die Haut ist dunkelbraun und am Bauch etwas heller. Anders als beim Nilpferd treten Augen und Nasenlöcher nicht so stark hervor – eine Anpassung an den stärker landgebundenen Lebensstil.

 

 

Ernährung

 

Das Zwergflusspferd ist ein reiner Pflanzenfresser. Es frisst eine große Vielfalt an Pflanzenarten – darunter Zweige, Triebe, Gräser, Farne, Früchte sowie Wurzeln und Knollen. In seinem natürlichen Lebensraum wurden über 150 verschiedene Pflanzenarten in seiner Nahrung identifiziert.

Die Tiere verbringen täglich etwa fünf bis sechs Stunden mit der Futtersuche, vor allem in den Abendstunden und in der Nacht.

Hipopótamo pigmeo (Choeropsis liberiensis) en Loro Parque, mostrando su cuerpo compacto y su boca abierta.
Hipopótamo pigmeo caminando por una zona poco profunda, con el cuerpo completamente visible fuera del agua.

Lebensweise

Das Zwergflusspferd lebt meist allein und ist hauptsächlich nachts aktiv. Tagsüber ruht es in feuchten, schattigen Bereichen und verlässt diese erst bei Einbruch der Dämmerung, um nach Futter zu suchen. Trotz seines massigen Körpers bewegt es sich erstaunlich geschickt an Land und im Wasser.

Es nutzt feste Pfade durch das dichte Unterholz. Obwohl es sein Revier durch Hautmarkierungen abgrenzt, verhält es sich gegenüber Artgenossen meist tolerant und vermeidet Konflikte.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt im Alter von etwa vier bis fünf Jahren ein. Der Zyklus der Weibchen dauert rund 35 Tage, die Brunstphase zwischen 24 und 48 Stunden. Die Tragzeit beträgt etwa 188 Tage, danach wird meist ein einzelnes Jungtier geboren, das zwischen 4,5 und 6,2 kg wiegt. Zwillingsgeburten sind sehr selten.

Das Abstillen erfolgt im Alter von sechs bis acht Monaten. In den ersten drei bis fünf Lebensmonaten bleibt das Jungtier versteckt in Pfützen oder geschützten Bereichen, während die Mutter Nahrung sucht.

Primer plano del rostro de un hipopótamo pigmeo, mostrando sus ojos, hocico ancho y piel oscura.

Geografische Verbreitung und Lebensraum

Das Zwergflusspferd besiedelt dichte tropische Wälder und Feuchtgebiete in Westafrika, mit aktueller Verbreitung in Liberia, Sierra Leone, Guinea und der Elfenbeinküste. Zudem gilt die Art in Ländern wie Nigeria als ausgestorben.

Im Gegensatz zum Nilpferd, das in flussnahen Savannen lebt, bevorzugt das Zwergflusspferd bewaldete Gebiete mit Wasserquellen.

Hipopótamo pigmeo sumergido bajo el agua, rodeado de peces.

Bedrohungen der Population

Laut IUCN gilt das Zwergflusspferd als „vom Aussterben bedroht“. Die größte Gefahr geht von der Zerstörung seines Lebensraums aus. Abholzung für Landwirtschaft, Holzeinschlag und Plantagen – insbesondere für Palmöl – haben die Waldgebiete stark fragmentiert und die Populationen voneinander isoliert, was ihre genetische Vielfalt gefährdet.

Erhaltungszustand

  • Populationsstatus: Abnehmend
  • Gefährdungsstatus: Gefährdet (EN, Endangered)

Fotos des Zwergflusspferdes

Wissenswertes über das Zwergflusspferd

Terrestrische Lebensweise

Sie können in Bauten oder Höhlen schlafen, die entweder von anderen Tieren angelegt wurden oder natürlich entstanden sind. Ihren Unterschlupf wechseln sie ein- bis zweimal pro Woche

Geschickte Schwimmer

Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und können beim Tauchen Nasenlöcher und Ohren schließen

Sehr spezifische Fressfeinde

Abgesehen von der Jagd durch den Menschen werden erwachsene Tiere dieser Art ausschließlich vom Leoparden und vom Nilkrokodil erbeutet

Schützende Physiologie

Sie besitzen Drüsen, die ein rötlich-braunes Sekret produzieren, das häufig fälschlicherweise als Blutschweiß angesehen wird, jedoch weder Schweiß noch Blut ist. Diese Sekrete dienen dazu, die Haut vor Sonnenlicht zu schützen

Schwer zu beobachten

Aufgrund ihrer Lebensweise und der dichten Vegetation ihrer Lebensräume sind sie in der Natur sehr schwer zu beobachten und zu überwachen

Schutz und Erhaltungsmaßnahmen

Hipopótamo pigmeo parcialmente sumergido en el agua, con la cabeza visible mientras descansa.

Moderne Zoos – wie der Loro Parque – leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser bedrohten Art, indem sie am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Zwergflusspferde teilnehmen.

Ziel dieser Programme ist es, die genetische Vielfalt und Gesundheit der Ex-situ-Populationen zu sichern, um in Zukunft auch In-situ-Schutzmaßnahmen zu unterstützen.

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Als Teil unserer Bildungsarbeit zur Biodiversität haben wir eine umfassende Enzyklopädie über Wale und Delfine entwickelt. Darin finden sich wissenschaftliche Daten, Verhaltensbeobachtungen sowie Mythen und Fakten rund um diese Tiere.



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