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Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Aquarium Poema del Mar ist Ihre Majestät Königin Sofía im Beisein von mehr als 250 geladenen Gästen für ihr vorbildliches und lebenslanges Engagement im Dienste des Natur- und Artenschutzes ausgezeichnet worden. Der Festakt stand unter der Leitung des Präsidenten der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, sowie des Präsidenten des Loro Parque, Wolfgang Kiessling.

Ihre Majestät Königin Sofía erhielt am Donnerstag den Gorilla-Preis, die höchste Auszeichnung des Loro Parque, im Rahmen einer feierlichen und bewegenden Zeremonie im Poema del Mar in Las Palmas de Gran Canaria. Mehr als 250 Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Wissenschaft, Institutionen und Partnerorganisationen der Stiftung, wohnten einer Veranstaltung bei, die von besonderer Symbolkraft und einem ausgeprägten Engagement für den Umweltschutz geprägt war.

Die Zeremonie wurde vom Präsidenten der Regierung der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, sowie vom Präsidenten des Loro Parque, Wolfgang Kiessling, geleitet. Gemeinsam mit Ihrer Majestät Königin Sofía unterstrichen sie an diesem Abend die zentrale Rolle des Naturschutzes als Eckpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung.

In seiner Ansprache erklärte Präsident Clavijo: „Der Gorilla-Preis spiegelt die Erkenntnis wider, dass Naturschutz keine ferne oder abstrakte Aufgabe ist, sondern eine gemeinsame Verantwortung, die Engagement, Ausdauer und Zusammenarbeit erfordert“. Er betonte ferner, dass die Auszeichnung Ihrer Majestät Königin Sofía „ein Leben würdigt, das von unermüdlichem Einsatz für Wissenschaft, Umweltbildung und Artenschutz geprägt ist“, und fügte hinzu, ihr Beispiel habe „maßgeblich dazu beigetragen, den Schutz der biologischen Vielfalt in das Zentrum der öffentlichen Debatte und des gesellschaftlichen Bewusstseins zu rücken“.

Clavijo hob die Rolle des Loro Parque und der Loro Parque-Stiftung hervor und betonte, „dass es ihnen gelungen ist, Wissenschaft, Bildungsarbeit und konkrete Maßnahmen im Dienste des Naturschutzes wirkungsvoll zu verbinden und sich so als internationaler Maßstab im Biodiversitätsschutz zu etablieren“. Angesichts der einzigartigen Biodiversität und der fragilen Ökosysteme der Kanarischen Inseln sei der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen keine Option, sondern eine Verpflichtung. Die Regionalregierung arbeite derzeit an der Aktualisierung der Gesetzgebung zu Klimawandel und Energiewende sowie an einem künftigen Biodiversitätsgesetz für die Kanarischen Inseln, um „ein Modell voranzubringen, das Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung miteinander vereint und Chancen sowie Wohlstand für kommende Generationen sichert“.

Wolfgang Kiessling, Präsident des Loro Parque, erinnerte an die Anfänge des Projekts, das er vor mehr als fünf Jahrzehnten gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte ins Leben gerufen hatte, sowie an die Entwicklung des Unternehmens zu einer international anerkannten Institution. „Heute, 54 Jahre später, wissen wir, dass der Loro Parque erfolgreich ist und ein fester Bestandteil der Tourismusbranche geworden ist“, erklärte er und betonte, dass die Gruppe sämtliche Anforderungen eines modernen, akkreditierten zoologischen Parks erfülle: Naturschutz, Bildung, wissenschaftliche Forschung, Tierwohl, Biodiversität und Schutz der Natur.

Seit 1988 legt die Gruppe einen besonderen Schwerpunkt auf den Umweltschutz. Mit Unterstützung der Loro Parque Fundación sind seit 1994 entscheidende Projekte zur Rettung bedrohter Arten realisiert worden. „Heute erlebe ich einen Höhepunkt meines beruflichen Wirkens, da ich unseren Gorilla-Preis Ihrer Majestät Königin Sofía überreichen darf – meiner guten Freundin aus unserer gemeinsamen Jugendzeit in Salem, die uns mit ihrer Anwesenheit ehrt“, sagte er bewegt.
Christoph Kiessling, Präsident der Loro Parque Fundación, bezeichnete die Zeremonie als „einen der bedeutendsten Momente in der Geschichte unserer Stiftung“ und dankte Ihrer Majestät für ihre Anwesenheit, die der Veranstaltung „eine außergewöhnliche Bedeutung“ verleihe.

Er erinnerte daran, dass die Loro Parque Fundación mehr als 300 Projekte in 53 Ländern mit einem Investitionsvolumen von über 30 Millionen US-Dollar unterstützt und damit zur Rettung von 18 Arten vor dem Aussterben beigetragen hat. Zudem hob er die wissenschaftliche Führungsrolle der Stiftung bei der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels in Makaronesien hervor und kündigte den Start des Projekts SOFIANet (Sensing Ocean Frequencies through Integrated Acoustic Network) an – einer Initiative zur Stärkung des Schutzes von Walen in der Straße von Gibraltar durch ein integriertes akustisches Überwachungsnetzwerk in Zusammenarbeit mit der Stiftung Reina Sofía und der Universität La Laguna.
Der im Jahr 2003 auf Initiative von Wolfgang Kiessling ins Leben gerufene Gorilla-Preis würdigt Persönlichkeiten mit beispielhaftem Engagement für Biodiversität und Respekt gegenüber Tieren. In dieser Ausgabe wird der außergewöhnliche Lebensweg von Königin Sofía gewürdigt, deren kontinuierlicher Einsatz für wissenschaftliche Initiativen und den Tierschutz ihr gesamtes öffentliches Wirken nachhaltig geprägt hat.

Die Zeremonie endete mit lang anhaltendem Applaus und einer von spürbarer Emotion getragenen Atmosphäre im Hauptsaal „Deep Sea“, einem symbolträchtigen Ort, der die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Ozeane widerspiegelt. Der Abend bekräftigte das gemeinsame Engagement von Institutionen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, den Schutz der Biodiversität in den Mittelpunkt des kollektiven Handelns zu stellen.

Ihre Majestät Königin Sofía, Gorilla-Preis 2024

Ihre Majestät Königin Sofía hat sich stets für den Schutz der Umwelt und das Wohlergehen der Tiere eingesetzt, eine Berufung, die bis in ihre Kindheit zurückreicht und in ihrem öffentlichen Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. Als Pionierin im königlichen Umfeld in diesen Fragen spiegelt ihre institutionelle Agenda seit Jahrzehnten eine kontinuierliche Unterstützung von Initiativen zum Schutz gefährdeter Arten sowie zur Bewahrung mariner Ökosysteme vor Verschmutzung wider.
Ihre Majestät hat zahlreiche Maßnahmen zur Sensibilisierung für Umweltfragen initiiert und unterstützt und wiederholt die zentrale Bedeutung von Bildung betont, um die Auswirkungen von Abfällen, insbesondere von Kunststoffen, auf die Ozeane und die Nahrungskette wirksam zu reduzieren.

Über ihre 1977 gegründete Stiftung fördert und unterstützt sie zahlreiche Projekte im Umwelt- und Tierschutz: von der Wiederherstellung landwirtschaftlicher Kulturlandschaften über die Unterstützung von Organisationen im Kampf gegen Tiermisshandlung und -aussetzung bis hin zu Maßnahmen zum Schutz wildlebender Tiere und bedrohter, symbolträchtiger Arten. In den vergangenen Jahren hat sich ihr Engagement verstärkt auf den Meeresschutz konzentriert – ein Bereich, der eng mit ihrer persönlichen Verbundenheit zum Meer verknüpft ist.

Mit ihrem herausragenden Lebenswerk, ihrer Fähigkeit, tragfähige Allianzen zu fördern, ihrer kontinuierlichen Unterstützung von Naturschutzprojekten und ihrem öffentlichen Einsatz für die Natur verkörpert Ihre Majestät Königin Sofía die Werte, die dem Gorilla-Preis zugrunde liegen: die Würdigung jener Persönlichkeiten, die ein nachhaltiges und positives Vermächtnis für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen hinterlassen.