Alligatoren
Alligator mississippiensis
Alligator mississippiensis
Der Amerikanische Alligator ist ein großes Reptil, das im Südosten der Vereinigten Staaten heimisch ist. Diese überwiegend im Wasser lebenden Tiere zeichnen sich durch ihre kräftigen Kiefer und ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume aus. Obwohl die Art einst vom Aussterben bedroht war, konnten sich die Bestände dank gezielter Schutzmaßnahmen deutlich erholen.
DURCHSCHNITTSGEWICHT
200 – 450 Kilo
(große Männchen können dieses Gewicht überschreiten)
ERNÄHRUNG
Fleischfresser
VERBREITUNG
Südosten Nordamerikas
BRUTDAUERACIÓN
63 – 84 Tage
Männchen werden größer als Weibchen. Weibchen erreichen im Schnitt eine Länge von etwa 2,6 Metern, während Männchen durchschnittlich etwa 3,4 Meter lang werden.
In Ausnahmefällen wurden Männchen mit einem Gewicht zwischen 454 und 500 Kilogramm dokumentiert.
Alligatoren sind ausschließlich fleischfressend. Sie ernähren sich von einer Vielzahl von Tieren, darunter Fische, Wirbellose, Frösche, Vögel und Säugetiere.
Mit ihren kräftigen Zähnen packen und halten sie die Beute fest. Je nach Größe des Tieres verschlingen sie es im Ganzen oder zerreißen größere Beute, indem sie sich mit ihr auf der eigenen Achse drehen.
Alligatoren sind vor allem nachtaktiv und verbringen den Großteil ihres Lebens im Wasser, bewegen sich aber auch an Land auf der Suche nach neuen Lebensräumen oder Beute. Weibchen bewohnen meist kleinere Reviere, während Männchen deutlich größere Gebiete beanspruchen, die sie vor allem gegenüber anderen Männchen verteidigen. Nur in der Fortpflanzungszeit erweitern beide Geschlechter ihr Territorium.
Jungtiere bleiben zunächst in der Nähe ihres Geburtsortes und stehen unter dem Schutz ihrer Mutter. Erst im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren verlassen sie diesen Bereich. Alligatoren besitzen zudem ein ausgeprägtes Kommunikationsverhalten, das sowohl akustisch – durch Brüllen – als auch visuell – durch Körperhaltungen und Kopfschläge – erfolgt.
Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von etwa 10 bis 16 Jahren, abhängig von Umweltfaktoren wie dem Klima. Die Paarungszeit beginnt nach der Balz im April und Mai, während Nestbau und Eiablage im Juni und Juli erfolgen.
Das vom Weibchen errichtete Nest hat die Form eines Hügels, der aus der umliegenden Vegetation gebaut wird. Abhängig von Alter, Körpergröße und Lebensraum legt ein Weibchen im Schnitt 30 bis 50 Eier, die anschließend 63 bis 84 Tage bebrütet werden.
Alligatoren leben vor allem in Süßwassersümpfen, Seen, Marschen und Flüssen, können aber auch in Brackwasserzonen vorkommen, obwohl sie salzhaltiges Wasser nur begrenzt vertragen – meist lediglich zur Nahrungsaufnahme.
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südosten der USA, vor allem in den Bundesstaaten North Carolina, South Carolina, Arkansas, Louisiana, Florida, Georgia, Texas, Oklahoma, Alabama und Mississippi.
Erhaltungszustand
Zwei Merkmale helfen, Alligatoren von Krokodilen zu unterscheiden. Zum einen besitzt der Alligator eine breite, abgerundete Schnauze, während die des Krokodils eher schmal und V-förmig ist. Zum anderen ist beim Alligator der vierte Zahn des Unterkiefers bei geschlossenem Maul vollständig verborgen, während er beim Krokodil sichtbar bleibt.
Zähne in ständiger Erneuerung
Im Laufe ihres Lebens nutzen sich die Zähne ab, werden aber regelmäßig ersetzt – ein Alligator kann insgesamt rund 3.000 Zähne entwickeln.
Eine lange Lebenserwartung
In freier Wildbahn erreichen sie ein Alter von bis zu etwa 50 Jahren, während einige Exemplare in menschlicher Obhut sogar 70 Jahre alt geworden sind.
Kälteresistenz
Diese Reptilien gehören zu den wenigen Krokodilarten, die Kälte vergleichsweise gut ertragen können: Sie fallen in eine Art Energiesparzustand, die sogenannte Brumation, und können so längere Kälteperioden überstehen, ohne zu hibernieren.
Jugendliche Schwanzstreifen
Jungtiere tragen auffällige gelbe Streifen an ihrem Schwanz, die mit zunehmendem Alter verblassen.
Als Teil unserer Bildungsarbeit zur Biodiversität haben wir eine umfassende Enzyklopädie über Wale und Delfine entwickelt. Darin finden sich wissenschaftliche Daten, Verhaltensbeobachtungen sowie Mythen und Fakten rund um diese Tiere.
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