Grünflügelara
Ara chloropterus
Grünflügelara
Ara chloropterus
Ara chloropterus
Der Grünflügelara, auch als Dunkelroter Ara bekannt, zählt mit seiner beeindruckenden Flügelspannweite zu den bekanntesten Papageienarten der Neotropis. Sein leuchtend rotes Gefieder, das markante grüne Band auf den Flügeln sowie die unbefiederte Gesichtspartie mit feinen roten Federlinien machen ihn unverwechselbar.
Neben seiner eindrucksvollen Erscheinung spielt der Grünflügelara eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht seines Ökosystems. Durch das Verbreiten der Samen von Früchten und Nüssen trägt er wesentlich zur natürlichen Regeneration tropischer Wälder bei.
GEWICHT
1.050 – 1.708 g
ERNÄHRUNG
Pflanzlich
VERBREITUNG
Mittel- und Südamerika
BRUTDAUER
27 – 35 Tage
GEWICHT
1.050 – 1.708 g
ERNÄHRUNG
Pflanzlich
VERBREITUNG
Mittel- und Südamerika
BRUTDAUER
27 – 35 Tage
Der Grünflügelara ist überwiegend leuchtend rot. Namensgebend ist das breite grüne Federband im mittleren Bereich der Flügel, das nach außen in blaue Schwungfedern übergeht. Dieses Merkmal unterscheidet ihn deutlich vom Scharlachara (Ara macao), mit dem er vielerorts denselben Lebensraum teilt. Beim Scharlachara ist das Flügelband gelb.
Auch sein Schnabel ist im Verhältnis größer als der des Ara macao. Der Oberschnabel ist hornfarben bis weißlich, der Unterschnabel schwarz. Charakteristisch sind außerdem die feinen roten Federlinien auf der unbefiederten Gesichtshaut. Jungvögel lassen sich an ihrem grauen Unterschnabel und ihrem kürzeren Schwanz erkennen.
Die Nahrung variiert je nach Jahreszeit und Region. Sie besteht hauptsächlich aus Samen, Früchten, Fruchtfleisch und Blüten zahlreicher Pflanzenarten. Besonders schätzen sie energiereiche Samen. Wie viele andere Ara-Arten besuchen Grünflügelaras regelmäßig Lehmlecken, an denen sie mineralstoffreiche Erde aufnehmen.
Ihr Körperbau ist optimal an diese anspruchsvolle Ernährungsweise angepasst. Der kräftige Schnabel entwickelt einen enormen Beißdruck und ermöglicht es, selbst extrem harte Nussschalen mühelos zu knacken.
Auch ihre zygodaktylen Füße – mit zwei Zehen nach vorne und zwei nach hinten – sind perfekt an diese Aufgabe angepasst. Während sie Nüsse und Samen damit sicher festhalten, löst die kräftige, muskulöse Zunge geschickt den Samen aus dem Inneren.
Grünflügelaras sind tagaktive und ausgesprochen soziale Vögel. Meist leben sie in dauerhaften Paaren oder kleinen Gruppen. An Lehmlecken oder in Gebieten mit besonders reichhaltigem Nahrungsangebot können sich jedoch deutlich größere Schwärme versammeln.
Während der Brutzeit verteidigen sie ihren Nistplatz energisch gegen potenzielle Fressfeinde und andere Vögel. Außerdem unternehmen sie saisonale Wanderungen, die sich nach dem jeweiligen Nahrungsangebot richten.
Ihre Rufe sind laut, rau und typisch für große Aras. Im Flug sind sie besonders durchdringend und weithin hörbar. Ruhen sie dagegen in den Baumkronen, fallen ihre Lautäußerungen deutlich leiser und abwechslungsreicher aus.
Die Art lebt streng monogam und bildet lebenslange Paare. Je nach Verbreitungsgebiet beginnt die Brutzeit ab Dezember und variiert regional. Als Nistplätze nutzen sie natürliche Baumhöhlen, insbesondere in Palmen, sowie Felsspalten und Höhlen in Sandstein- oder anderen Felsformationen. In der Regel legt das Weibchen zwei bis drei Eier, die 27 bis 35 Tage bebrütet werden.
An der Aufzucht beteiligen sich beide Eltern. Während das Weibchen den Großteil der Brut übernimmt, sucht das Männchen nach Nahrung und versorgt zunächst seine Partnerin, später auch die Jungvögel. Nach aktuellen Erkenntnissen verlassen die Jungtiere das Nest nach etwa 100 bis 103 Tagen. Auch nach dem Ausfliegen bleiben sie häufig noch einige Zeit im Familienverband.
Beobachtungen zeigen, dass viele Paare ihre Nisthöhlen über mehrere Jahre hinweg erneut nutzen. Der Erhalt alter Bäume und geeigneter Felsnischen ist daher von großer Bedeutung, denn mit jedem verlorenen Nistplatz verschwindet auch eine wichtige Grundlage für den Fortbestand der Art.
Der Grünflügelara ist in weiten Teilen der Neotropis verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Osten Panamas und den Tiefländern Kolumbiens über Venezuela, die Guyanas, Brasilien, Ecuador und Paraguay bis in den Osten Perus sowie den Norden Boliviens.
Er bewohnt vor allem immergrüne tropische Tieflandwälder, kommt jedoch auch in anderen tropischen Waldformen sowie in Landschaften mit Savannen und offenen Trockenwäldern wie der Caatinga vor. In Panama besiedelt die Art außerdem Gebirgsregionen in Höhen von bis zu 1500 Metern.
Schutzstatus
Außergewöhnlich intelligent
Jeder flügge Jungvogel ist ein Erfolg
Konkurrenz um Nistplätze
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